An Hautbereichen die mit Nickelhaltigem Metall Kontakt haben, bildet sich ein Ekzem. Dies bringt Juckreiz und Hautrötung mich sich und bildet Knötchen und Bläschen. Mit ansteigender Sensibilität tritt das Ekzem auch an entfernten Hautstellen auf, am häufigsten unter den Armen und im Gesicht, in schweren Fällen auf der ganzen Haut.
Bei andauerndem Kontakt mit der Haut werden nickelhaltige Gegenstände freigesetzt, welche in die Haut eindringen und mit Zellen des menschlichen Immunsystems reagieren. Die Sensibilisierung verbreitet sich über Lymphknoten und Blut auf die ganze Haut. Eine Allergie auf Nickel ist in keinem Fall vererbt. Einmal erworben, bleibt sie meist lebenslänglich bestehen.
In den häufigsten Fällen entsteht eine Nickelallergie durch ein Ohrläppchen durchstich oder andere Piercings mit nickelhaltigen Schmuck. Bestehen Sie darauf, dass Piercingschmuck als Ersteinsatz absolut nickelfrei ist, dann kann nichts passieren. Auch Modeschmuck, Brillengestelle und Verschlüsse an der Kleidung können bei permanentem Hautkontakt die Allergie verursachen. Ob ein Gegenstand zu viel Nickel an die Haut abgibt, können Sie auf einfache Weise selber ermitteln: mit einem Nickel-Test (in jeder Apotheke erhältlich).
Nein, dies wäre kaum durchzusetzen. Nickel steckt in sehr vielen Alltagsgegenständen. Dazu gehören Münzen, Besteck, Regenschirme, Türfallen. Auch Nahrungsmittel und zahnärztlich oder chirurgisch eingesetzte Legierungen können nickelhaltig sein. Für die Entstehung der Allergie spielen diese Gegenstände, Produkte oder Materialien keine Rolle. Vorsicht im Umgang damit ist nur für stark nickelallergische Personen geboten.
Es ist gesetzlich geregelt, wie viel Nickel einzelne Gegenstände abgeben dürfen: Es sind 0,5 Mikrogramm pro cm2 und Woche. Diesen Wert können Sie mit dem Nickel-Test zuverlässig ermitteln. Weitere Informationen findet Ihr beim Bundesamt für Gesundheit unter www.bag.admin.ch.