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2nd Skin Piercing FAQ's

Ihr fragt - wir antworten!

 

Seit wann gibt es Piercing?

Seit es Menschen gibt, versuchen Sie ihren Körper mit den verschiedensten Methoden zu schmücken. Je nach gesellschaftlicher Akzeptanz, können die Formen der Körperveränderung sehr unterschiedlich sein. Kurzgesagt sind Piercings bei uns in Europa anfangs der 70er Jahre durch die Punk- und die Rocker-Szene aufgekommen. Diese schockten die Bevölkerung anfangs mit Sicherheitsnadeln in Ohren und Wangen. Gesellschaftsfähig wurden Piercings Anfang der 90er durch Modemacher wie beispielsweise Jean Paul Gaultier. Seitdem sind Piercings eine alltägliche Erscheinung.


Ab wann darf ich mich piercen lassen?

Piercen ist aus gesetzlicher Sicht eine Form von Körperverletzung, welche natürlich straffrei bleibt, sofern das Einverständnis des Kunden vorliegt, vorausgesetzt dieser volljährig ist, sprich dass 18. Lebensjahr vollendet hat.

Wenn die Volljährigkeit noch nicht erreicht ist, sollte eine gewisse geistliche Reife vorhanden sein, sowie das Einverständnis des gesetzlichen Vertreters vorliegen.


Welche Art Schmuck sollte ich benutzen?

Der Schmuck sollte aus einem anti-allergischen Material bestehen. Anti-allergischer Schmuck besteht aus Titan, Chirurgenstahl, Black Line, Implantanium, Gold, Weissgold, Bioplast und PTFE. Als Ersteinsatz verwenden wir jedoch nur Titan G23.


Warum ist der Erstschmuck etwas länger?

Als Erstschmuck für das frisch gestochene Piercing wird ein etwas längerer Schmuck eingesetzt, welcher sich im ersten Moment zwar etwas zu lang anfühlt, aber notwendig ist, da das Piercing meistens durch die entstandene Verletzung anschwillt. Der verwendete Erstschmuck muss also die Schwellung ausgleichen. Nach vollständiger Abheilung kann der Erstschmuck gegen einen kürzeren gewechselt werden.


Kann man Gold als Erstschmuck verwenden?

Gold 14 Karat wird für den Ersteinsatz nicht empfohlen, da es gewisse andere Metalle beinhaltet. Unter anderem Zink, Zinn, Nickel und Blei, sowie ca. 30% andere Metalle, welche allergische Reaktionen hervorrufen können während der Abheilung. Gold 18 Karat ist geeignet, da der Reinheitsgehalt gewährleistet ist.


Welche Dicken (Stärken) sind für Piercings angebracht?

Die folgenden Stärken empfehlen wir als Minimum für Piercings: 1,2 mm für Ohren, Nase, Lippe, Brust und Augenbraue; 1,6 mm für Bauch, Zunge und für den Intimbereich.


Kann ich für die Pflege meines Piercings Alkohol oder Antibiotische Salben verwenden?

Alkohol trocknet die Wunde aus und sollte deshalb nicht angewendet werden. Die Anwendung von Salben solltest Du meiden, da nahezu alle Salben Öle als Basis haben. Die Salben bedecken die Piercing-Wunde, lassen sie feucht bleiben und schließt Bakterien ein, durch diese die Stelle zur Infektionsquelle wird.


Was mache ich bei einer Infektion?

Kontaktiert bei einer Infektion Euer Piercing Studio. Das Verheerendste wäre den Schmuck zu entfernen! Wurde der richtige Schmuck angewandt, ist dieser in den seltensten Fällen Auslöser einer Infektion. Bei Entfernung des Schmuckes würde sich der Stichkanal schließen und die Entzündung könnte sich einkapseln. Wenn die Infektion nicht abheilt, empfehlen wir eine ärztliche Behandlung, da die Anwendung von Antibiotika notwendig sein könnte.


Was geschieht, wenn ich mein Piercing nicht mehr haben möchte?

Wenn Dein Piercing nicht mehr erwünscht ist, kannst Du den Schmuck einfach entfernen (unter Vorbehalt, dass die Stelle nicht entzündet ist!). Der Stichkanal wird sich in der Regel schließen. Die Dauer des Schließungsprozesses hängt natürlich von der Stärke (Dicke) des Piercingschmucks ab. Die meisten Stichkanäle sind nach dem Schließen nicht mehr ersichtlich. Im schlimmsten Fall sieht es aus wie eine kleine Unebenheit der Haut.


Kann der Geschmacksnerv beim Zungenpiercing verloren gehen?

Oft werden wir gefragt ob durch ein Zungenpiercing die Geschmacksnerven verloren gehen können. Deshalb hier ein paar Infos über die Zunge:
Die Zunge ist ein Muskel, an dessen Oberfläche sich so genannte Papillen befinden. Diese Papillen sind für den Tast- und Geschmacksinn verantwortlich. Die Zunge teilt sich in verschiedene Geschmacksregionen auf, mit welchen wir vier Geschmacksarten unterscheiden können:

  • Bitter (hintere Zungenbereich)
  • Sauer (hinten seitlich rechts+links)
  • Salzig (Mitte seitlich, links+rechts)
  • Süss (Zungenspitze)

Der Mensch hat ca. 7000 bis 9000 Geschmacksknospen. Die Lebensdauer der Geschmacksknospen beträgt nur etwa 5 bis 20 Stunden und die abgestorbenen Knospen werden laufend durch neugebildete ersetzt.